Dancing you will understand the world
MI´RĂJ
In der Nacht zum 27. Rajab â das ist die kommende Nacht vom 3. zum 4. Mai 2016 â wird der Himmelsreise des Propheten Muhammad (s) gedacht.
Es ist uns nach den ältesten Quellen* ßberliefert, daà dem heiligen Propheten, nachdem er in Jerusalem gebetet hatte, eine wunderschÜne Leiter gebracht wurde, die ihn zum Himmelstore hinauffßhrte, sodann wurde er vom Engel Gabriel durch alle sieben Himmel gefßhrt.
Im untersten Himmel erblickte er unseren Vater Adam (as), an dem die Seelen der Verstorbenen vorĂźberzogen. Dieser urteilte Ăźber die Guten: âEine gute Seele aus einem guten KĂśrper!â, während er Ăźber die Schlechten mit finsterem Gesicht sprach: âWie abscheulich! Eine schlechte Seele aus einem schlechten KĂśrper!â
Und Muhammad (s) begegnete Jesus und Johannes im zweiten Himmel. Im dritten Himmel traf er auf Joseph, den Sohn Jakobs, im vierten Himmel IdrĂŽs. Im fĂźnften Himmel staunte er Ăźber die SchĂśnheit des Aaron, des Sohnes des Imrân, im sechsten Himmel fand er Moses vor, einen Mann von dunkler Farbe und groĂem Wuchs mit gekrĂźmmter Nase.
Im siebten Himmel schlieĂlich sah er einen Mann beim Tor zum Paradiese sitzen, durch das jeden Tag siebzigtausend Engel eintraten, die erst am Tag der Auferstehung wiederkehren, ein Mann, der ihm auĂerordentlich ähnlich sah. Der Engel Gabriel sagte ihm, daĂ es Abraham sei â der Friede sei auf ihnen allen.
Und sie betraten das Paradies. Im siebten Himmel wurde der heilige Prophet zu Allâh dem Allmächtigen gebracht, der ihm pro Tag fĂźnfzig Gebete zur Pflicht machte. Als er auf dem RĂźckweg an Moses vorbeikam, schickte dieser ihn zurĂźck mit den Worten: âDas Gebet ist eine schwere Last, und dein Volk ist schwach. Bitte deinen Herrn um Erleichterung.â Und er schickte ihn noch einmal und noch einmal, sooft zurĂźck, bis der Allbarmherzige die Anzahl der Gebete auf fĂźnf verringert hatte. Als Moses ihn ein weiteres Mal zurĂźckschicken wollte, schämte sich Muhammad, die Bitte nochmals vorzutragen und versprach dafĂźr: âJedem von euch, der diese fĂźnf Gebete gläubig und ergeben verrichtet, werden sie wie fĂźnfzig Gebete vergolten werden.â
Es ist wajib, tags zu fasten und nachts zu beten. Es ist versprochen, daĂ aufrichtiges Fasten an diesem Tag so hoch belohnt wird, als habe man einhundert Jahre gefastet und gebetet. Als zusätzliche Ăbungen wird empfohlen:
ADAB AT-TARIQAT
Khatm al-Khawajagan,
Maulid,
vier Rakat Salat ul-Tesbi,
zwei Rakat Salat ul-Shukr.
Es wird auch empfohlen, zwanzig Rakat zu beten, nach der Fatiha Surat ul-Ikhlâs. Danach einhundertmal Salawat und einhundertmal Astaghfirullâh sagen, dann kann man Sajda machen und Allâh um Erfßllung seiner Wßnsche bitten. Man kann auch opfern (schlachten). u (* vgl. Ibn Ishâq, Das Leben des Propheten, Dali/Nikosia 2008; sowie Lichtblick-Weekly, Nr. 26)
[Im folgenden (Ausschnitte aus: Isra wal Miâraj, transl. and comp. by Abdul Hamid Butt, Nairobi 1991, 100 S.) aus verschiedenen Lichtblicken 1999/2000]
NACHTREISE UND HIMMELSREISE
Die HadĂŽthe Ăźber âIsrââ und Miârâj, âNachtreiseâ und âHimmelsreiseâ des Propheten Muhammad (s), sind Ăźberliefert von Ibn âAbbâs und vielen anderen Prophetengefährten, von Khalif âUmar, Khalif âAlĂŽ, Ibn MasâĂťd, Ibn âUmar, AbĂť Hurairah, Anas, Jabir, âAâĂŽshah bint AbĂť Bakr und Umm Hâniâ â mĂśge Allâh mit ihnen allen zufrieden sein.
â âIsrââ (von arab. sarâ, laufen in der Nacht) bedeutet des heiligen Propheten âNachtreiseâ von Mekka nach Jerusalem, miârâj (von arab. âaraja, hinaufsteigen) ist sein Aufstieg in die sieben Himmel mittels der himmlischen Leiter, auf der der Erzengel JibrĂŽl (as) ihn fĂźhrte. â
Ibn Qutaiba (gest. 267 H.), Ibn Abdalbar (gest. 463 H.), Ibn RafĂŽ und Al-Nawawi haben nachgewiesen, daĂ die beiden Ereignisse im Monat Rajab stattfanden. Allamah âAbdul Gani Mugaddsi und Fagi Muhaddith AbĂť Muhammad al-Hussein Ibn MasâĂťd Al Bagwi ShafĂŽ, Musnnif und Mualim ul-Tauzil bestätigen, daĂ es am 27. Rajab war.
GroĂsheikh âAbdullâh ad-DaghistânĂŽ â mĂśge Allah seine Seele heiligen â berichtet, während des Lebens des heiligen Propheten Muhammad (s) auf dieser Welt habe das Ereignis der miârâj 12000 mal stattgefunden. Das bedeutet, daĂ der heilige Prophet (s) 12000 mal von Seinem Herrn in die GĂśttliche Gegenwart eingeladen worden ist. Und nachdem er diese Welt verlassen hatte, ging er fĂźr immer in die GĂśttliche Gegenwart Allâhs des Allmächtigen ein, worin er bleiben wird bis zum Tage des Gerichts, von da ab er mit Seinem Herrn sein wird in Ewigkeit.
Ibn âAbbâs, mĂśge Allâh mit ihm zufrieden sein, erzählte das folgende: Ich hĂśrte den heiligen Propheten Muhammad (s) sagen: âWir waren im Hause von Umm Hâniâ, mĂśge Allâh mit ihr zufrieden sein, der Tochter von AbĂť âĄĂ˘lib. Ihr richtiger Name ist Fakita. Es war Montag nacht am 27. des Monats Rajab im achten Jahr der Prophetenschaft. ... Es klopfte an der TĂźr. Fâtima ging hinaus, um zu sehen, wer es war. Als sie die TĂźr Ăśffnete, traf sie einen Mann an, der sehr gut gekleidet war und zwei grĂźne FlĂźgel hatte. Seine FlĂźgel erstreckten sich von Osten nach Westen. Auf dem Kopf hatte er eine Krone, die mit Perlen und Edelsteinen besetzt war und auf der geschrieben stand: Lâ ilâha illâ llâh Muhammadur Rasulullâh.
Fâtima fragte den Mann: âZu wem wollt Ihr?â
Der Mann antwortete: âIch will zu Muhammad (s).â
Muhammad (s) trat sogleich hinaus und verstand, daĂ die Person niemand anderes als der Erzengel JibrĂŽl (as) war.
JibrĂŽl (as) sagte: âO mein Geliebter, komm und lege reine Kleidung an und beruhige dein Herz! Wahrlich, in dieser Nacht ruft dein Herr, Allâh der Allmächtige, dich, Er, der niemals schlummert noch schläft.â
Von Malik bin SaâSaâa radiya llâhu anhu wird berichtet, daĂ, als Muhammad (s) in GlĂźckseligkeit hinaustrat, die Engel seine Brust Ăśffneten, sein Herz herausnahmen und es in Zam Zam-Wasser wuschen, es dann mit Glauben und Weisheit aus einem goldenen Gefäà anfĂźllten und es dann in seine geheiligte Brust zurĂźcklegten.
Der heilige Prophet fuhr fort: âDort auf dem Feld traf ich auf ein pferdeähnliches Tier, genannt Burâq, an JibrĂŽls (as) Seite. Es ist ein Tier, das keine Ăhnlichkeit mit anderen Tieren hat. Es ist kleiner als ein Maultier, grĂśĂer als ein Esel und hat eine weiĂe Farbe. Es hatte ein menschliches Gesicht und war das schĂśnste Tier im Vergleich zu allen GeschĂśpfen dieser Welt. Seine Mähne war mit Perlen geschmĂźckt und seine Ohren mit grĂźnen Smaragden. Seine Augen sahen wie Sterne aus und strahlten wie die Sonne. Dieses Tier kann durch niemanden gepriesen werden, es sei denn durch Allâh den Allmächtigen. Als ich dieses Tier sah, war ich erstaunt Ăźber seine groĂe SchĂśnheit. Ruhm sei Allâh.â
Burâq scheute, den Propheten aufsitzen zu lassen, wurde dann aber von JibrĂŽl zurechtgewiesen: âBeruhige dich, o Burâq, du solltest dich schämen, vor dem Meister der GeschĂśpfe davonzulaufen. Dem, der in der Sicht Allâhs der beste ist und besser als die gesamte SchĂśpfung.â Muhammad muĂte Burâq darauf versprechen, daĂ er am Tage des Gerichts fĂźr ihn FĂźrsprache einlegen und ihm die Ehre erweisen werde, sich auf seinem RĂźcken tragen zu lassen.
Der heilige Prophet Muhammad fuhr fort: âDer Burâq rief mich, und ich stieg auf. Wir begannen unsere Reise mit groĂer Geschwindigkeit mitten durch den Himmel, bis wir einen bestimmten Platz erreichten, wo JibrĂŽl mich absteigen und gemäà der Ăberlieferungen des Propheten IbrâhĂŽm (as) zwei Rakaâât beten hieĂ.â Der Platz war Wad al-Aqiq in der WĂźste.
Der heilige Prophet (s) fuhr fort: âDann bestieg ich Burâq, und wir setzten unsere Reise fort. Als wir weiterritten, hĂśrte ich eine Stimme zu meiner rechten Seite, die sagte: âHalt, o Muhammad, laĂ mich dir und deiner Gemeinde einen Rat geben.â Aber ich achtete nicht darauf und setzte meine Reise fort, ohne anzuhalten oder hinter mich zu schauen, und es war Allâhs Barmherzigkeit auf mir und meiner Gemeinde. Als wir unsere Reise fortsetzten, hĂśrte ich einen anderen Ruf zu meiner linken Seite, die rief: âHalt, o Muhammad! LaĂ mich dir und deiner Gemeinde einen Rat geben.â Wieder schenkte ich keine Aufmerksamkeit und setzte meine Reise fort, ohne anzuhalten oder hinter mich zu schauen. Und es war auch Allâhs Barmherzigkeit auf uns. Als wir weiterreisten, traf ich eine Frau mit gestriegeltem Haar, die sich sehr schĂśn mit Juwelen, Perlen und Rubinen geschmĂźckt hatte. Allâh hatte sie in groĂer SchĂśnheit erschaffen. Diese Frau rief mich und sagte: âHalt, o Muhammad! LaĂ mich dir und deiner Gemeinde einen Rat geben.â Wir hielten nicht an, sondern setzten vielmehr unsere Reise fort, bis wir Jerusalem erreichten, und dies war wieder Allâhs Barmherzigkeit an mich und meine Gemeinde. Dort sah ich einen jungen hĂźbschen Mann zu meiner Rechten. Als der JĂźngling mich sah, kam er mir entgegen. Dieser junge Mann grĂźĂte mich und umarmte mich und verschwand dann.â
Da fragte der heilige Prophet Muhammad (s) JibrÎl (as) nach einer Erklärung zu den Rufen, die er auf seinem Weg von Mekka nach Jerusalem gehÜrt hatte.
JibrĂŽl (as) antwortete: âO Muhammad (s), der erste Ruf war von den Christen. Siehe! Wenn du ihnen geantwortet hättest, wĂźrde deine gesamte Gemeinde nach dir Christen werden.
Während der zweite Ruf von den Juden kam. Siehe! Wenn du ihnen geantwortet hättest, wĂźrde deine gesamte Gemeinde nach dir Juden werden. Die geschmĂźckte Frau schlieĂlich war die materielle Welt.
Und siehe! Wenn du ihrem Ruf geantwortet hättest, dann wĂźrde die Gesamtheit deiner Gemeinde diese zeitliche und materielle Welt statt des Ewigen und des Jenseits wählen. All diese Rufe kamen aus der WĂźste in der HĂślle aus einer Entfernung von 500 Jahren.â
Muhammad (s) fragte: âO mein Bruder JibrĂŽl (as), und was ist mit dem JĂźngling, der mich grĂźĂte?â
JibrĂŽl antwortete: âO Geliebter Allâhs, dieser Junge ist die Religion Allâhs des Allmächtigen, und wahrlich, deine Gemeinde wird bei dieser Religion bleiben und daran festhalten bis zum Tage des Gerichte. Al-hamdu lillâh.â
Dann fĂźhrte JibrĂŽl Muhammad (s) in den Bayt al-Maqdis, wo er ihn zwischen einem Glas Wein, Wasser und Milch wählen lieĂ. Nachdem er die Milch gewählt und einen Teil davon getrunken hatte, sagte JibrĂŽl:
âSiehe, hättest du den Wein genommen, wäre deine gesamte Gemeinde vom rechten Weg abgekommen. Und siehe! Hättest du Wasser genommen, dann wäre wahrlich deine ganze Gemeinde verlorengegangen. Und siehe! Hättest du das ganze Glas Milch ausgetrunken, dann wĂźrde am Tag des Gerichts keiner von denen, die dir folgen, jemals in die HĂślle eingetreten sein.â
Als Muhammad dies hĂśrte, ersuchte er JibrĂŽl um einen Wunsch, indem er sagte: âO mein Bruder JibrĂŽl, gib mir das Glas Milch zurĂźck, damit ich es ganz austrinken kann.â
Aber JibrĂŽl wies dies zurĂźck und sagte: âDas kann nicht sein, o Muhammad! Das Gebot ist ausgesprochen, und die Feder hat geschrieben.â
Worauf Muhammad hinzufĂźgte: âAll dies ist in das GĂśttliche Buch der Geschicke geschrieben worden, das Buch Allâhs des Allmächtigen.â
Nach einigen anderen Quellen, berichtet von Bahiqi, Muslim und NashruttĂŽb, war es hier in Bayt al-Maqdis, Jerusalem, in der Al-Aqsa Moschee, daĂ sich alle frĂźheren Propheten und Gesandten, angefangen von Adam bis âĂsâ, mĂśge Allâh sie alle segnen, sich versammelt hatten in Erwartung der Ankunft des Propheten Muhammad (s). Bei seiner Ankunft erscholl der Ruf zum Gebet (âdhân), nach dem sich die Versammlung der Propheten, Gesandten und Engel in geordneten Reihen aufstellte und das gemeinsame Gebet hinter Muhammad als ihrem Imâm betete. Nach den Gebeten trugen die frĂźheren Propheten und Gesandten ihre jeweiligen Predigten vor. SchlieĂlich war der heilige Prophet Muhammad, der Stolz der SchĂśpfung, an der Reihe, und er sprach:
âAller Preis sei Allâh, Der mich zu einer Barmherzigkeit fĂźr die Welten machte, einem, der den Menschen gute und schlechte Neuigkeiten bringt. Er gab mir den Qurâân, welches ein vollständiges Buch der FĂźhrung ist, und lieĂ meine Nachfolger eine gemäĂigte Gemeinde sein, die die ersten im Rang sind und die letzten in der Zeit. Er half mir bei meiner Aufgabe und Arbeit und ehrte meinen Namen und mein Andenken. Er lieĂ mich an Licht und Seele der erste sein und der letzte, der erscheint.â
Als der heilige Prophet IbrâhĂŽm (as) dies hĂśrte, sagte er zu allen: âWas dies betrifft, so hat der geliebte Muhammad (s) euch alle an Rang, Ehre und Stufe Ăźbertroffen.
Aus diesen GrĂźnden ist der heilige Prophet Muhammad (s) auch bekannt als der Imâm ul-Anbiyââ, welches bedeutet, Meister der Gesandten und Propheten. Später traf er die Propheten einzeln in den Himmeln.
(Ausschnitte aus: Isra wal Miâraj, transl. and comp. by Abdul Hamid Butt, Nairobi 1991, 100 S. â vgl. auch Lichtblick Weekly Nr. 75)
Ăber die Miârâj sagte der heilige Prophet Muhammad (s): âDann brachte mein Gefährte JibrĂŽl mich in die WĂźste, und dort kam die himmlische Leiter vom Himmel auf die Erde herab. Mit Gold und Silber war sie geschmĂźckt, mit Chrysolith und roten Rubinen. Ich habe niemals etwas SchĂśneres und Besseres gesehen auf dieser Erde als die himmlische Leiter.â
AUFSTIEG IN DEN ERSTEN HIMMEL
Der heilige Prophet Muhammad (s) fuhr fort zu erzählen: âDa hielt JibrĂŽl mich fest, Brust an Brust, und bedeckte mich mit seinen FlĂźgeln. Dann begannen wir die himmlische Leiter hinaufzuklettern. Auf unserem Weg erblickten meine Augen Menschen im Gebet, und ich sah auch Engel so viele an der Zahl, daĂ man sie nicht zählen konnte. Sie alle priesen und lobten Allâh den Allmächtigen. Dann sah ich sich drehende Sterne, und sie erschienen wie riesenhafte Gebirge. SchlieĂlich erklommen wir den ersten Himmel, der as-Samââu d-Dunyâ (der untere Himmel) genannt wird. All dies geschah in der KĂźrze eines Augenblicks, und die Entfernung von der Erde bis zum ersten Himmel betrug eine Zeitspanne von 500 Jahren.â âŚ
Muhammad (s): âDann Ăśffneten sie die TĂźr, und wir traten hinein. Dieser Himmel ist wie Rauch, und er nennt sich RafĂŽâah (hochrangig). Es war kein Platz darin, seinen FuĂ aufzusetzen, weil die Engel Ăźberall beteten, einige im ruku, der gebeugten Haltung, einige in sujjud, der Niederwerfung.
Hier sah ich zwei breite FlĂźsse, und ich fragte meinen Bruder JibrĂŽl: âWelche sind diese breiten FlĂźsse?â Er antwortete, daĂ es die FlĂźsse Nil und Euphrat wären. Und wahrhaftig entspringen ihre Quellen im ersten Himmel. Dann sah ich einen anderen FluĂ, der eingezäunt war, und sein Zaun war geschmĂźckt mit Perlen und Chrysolith. Ich lieĂ meine Hand spritzend durch den FluĂ fahren und nahm einen starken Duft von Musk wahr, worauf ich JibrĂŽl (as) fragte, was fĂźr ein FluĂ das wäre. JibrĂŽl erzählte mir, daĂ es der FluĂ Kauthar war, den Allâh der Allmächtige mir geschenkt hatte.â
Der heilige Prophet fuhr fort: âDann sah ich einen sehr groĂen Engel, reitend auf einem Pferd, das von leuchtendem Licht (nĂťr) erschaffen war. Dieser groĂe Engel hatte den Befehl Ăźber 70000 andere Engel, und in Händen eines jeden von ihnen war eine Waffe, geschmiedet aus strahlendem Licht. Sie waren Soldaten Allâhs des Allmächtigen. Wenn jemand hier auf Erden eine SĂźnde begeht, dann macht einer dieser Engel eine Meldung.â ⌠Doch wenn er bereut, wird ebenso Allâhs Barmherzigkeit verkĂźndet.
Der heilige Prophet traf IsmââĂŽl (as), den Verwalter des ersten Himmels, und nahm seine guten WĂźnsche entgegen.
âDann lief ich nach vorne und sah einen anderen Engel, dessen KĂśrper halb aus Eis und halb aus Feuer erschaffen war. Das Feuer schmilzt nicht das Eis, und das Eis erlischt nicht das Feuer. Sie sind beide zusammen. Dieser Engel hatte eintausend KĂśpfe. Auf jedem Kopf waren eintausend Gesichter, auf jedem Gesicht eintausend MĂźnder, und in jedem Mund eintausend Zungen, die Allâh den Allmächtigen in je einer anderen Sprache priesen und lobten.â âŚ
AUFSTIEG IN DEN ZWEITEN HIMMEL
âDann erstiegen wir den zweiten Himmel in der Geschwindigkeit eines Augenblicks. Die Distanz zwischen erstem und zweitem Himmel betrug fĂźnfhundert Jahre. ... Dann Ăśffneten sie die TĂźr, und wir traten ein. Dieser Himmel war aus Eisen gemacht, und weder kann man oberhalb seiner gelangen, noch gibt es einen Weg in ihm. Dieser Himmel wird MââĂťn (UnterstĂźtzung) genannt. Hier sah ich viele Engel auf Pferden reiten, sie trugen RĂźstungen und hatten Waffen in ihren Händen. Ich fragte JibrĂŽl: âWer sind diese Leute?ââ
JibrĂŽl antwortete: âDies sind die Soldaten unter den Engeln. Allâh erschuf sie, damit sie die Muslime (Gläubigen) am Tag des Gerichts beschĂźtzen und ihnen zum Sieg verhelfen.â
Muhammad fuhr fort: âIch sah in diesem Himmel zwei junge Männer, die sich ähnlich sahen. Ich fragte JibrĂŽl: âWer sind sie?ââ
JibrĂŽl antwortete: âEiner ist Yahyâ, Sohn des Zakharia, während der andere âĂsâ, Sohn der Maryam, ist â Friede und Segen auf ihnen beiden.â Und sie grĂźĂten ihn und hieĂen ihn mit guten Worten willkommen.
AUFSTIEG IN DEN DRITTEN HIMMEL
âDer dritte Himmel war aus Messing gemacht und wird Muzayyan (geschmĂźckt) genannt. Hier sah ich Engel mit einer grĂźnen Fahne, auf der geschrieben stand: Lâ ilâha illâ llâh Muhammadur Rasulullâh.
JibrĂŽl sagte: âDiese sind Engel der Lailatu l-Qadr und des Monats Ramadân. Sie suchen auch nach Leuten, die zusammensitzen und Allâhs gedenken (dhikr). Sie besuchen Leute, die Glauben an die Einheit Allâhs haben, und sie grĂźĂen ebenso mit GĂźte diejenigen, die nachts beten (tahajjud).ââ
Der Prophet Muhammad (s) traf dort den Propheten Dâwud und dessen Sohn Sulaimân, Friede und Segen auf ihnen, sowie den gesegneten Propheten YĂťsuf. Sie alle grĂźĂten ihn in GlĂźckseligkeit und beteten mit ihm â wie es vom Propheten IbrâhĂŽm (as) Ăźberkommen ist.
AUFSTIEG IN DEN VIERTEN HIMMEL
Dieser Himmel ist aus Silber gemacht und heiĂt ZahĂŽrah (strahlend).
âIn ihm sah ich Wunder meines Herrn und viele Engel. Ich sah eine Person mit strahlendem Licht auf dem Gesicht und ruhigem Herzen.
JibrĂŽl sagte: âEr ist dein Bruder IdrĂŽs (as), den Allâh hochgeehrt und ihm eine hohe Stufe gegeben hat.ââ âŚ
âSpäter sah ich dann einen groĂen, ehrfurchtgebietenden, majestätischen Engel. Seine FĂźĂe standen unten auf der siebten Welt, während sein Kopf sich genau unter Allâhs Thron befand. Er saĂ auf einem Stuhl von strahlendem Licht. Vor ihm waren Engel, einige zu seiner Rechten und einige zu seiner Linken. Sie warteten auf Allâhs GĂśttliches Gebot. Auf seiner rechten Seite waren die bewahrten GĂśttlichen Tafeln, und zu seiner Linken befand sich ein groĂer Baum. Weder lacht noch lächelt er, dieser Engel, und unaufhĂśrlich fixiert sein Blick die GĂśttlichen Tafeln, sie niemals aus den Augen verlierend. Ich fragte JibrĂŽl: âWer ist er?ââ
JibrĂŽl (as) antwortete: âEr ist derjenige, der den Geschmack des Todes bringt, der die Liebenden trennt, der das Zuhause zerbricht, der Gräber erbaut, der Kinder zu Waisen und Frauen zu Witwen macht, und er ist der, der Liebende verletzt: Er ist Malaku l-Maut, der Engel des Todes. AzrââĂŽl (as) ist sein Name. â AzrââĂŽl und Mâlik (as), der Engel, der das Feuer in der HĂślle bewacht, haben seit ihrer Erschaffung niemals gelacht oder gelächelt.â
Muhammad (s) sagte: âIch grĂźĂte AzrââĂŽl (as), aber er weigerte sich, meine GrĂźĂe zu erwidern.â
JibrĂŽl fragte ihn: âWarum hast du dem Meister der GeschĂśpfe und Geliebten Allâhs des Allmächtigen nicht geantwortet?â
Muhammad (s) berichtet: âSobald er dies von JibrĂŽl hĂśrte, stand er auf und grĂźĂte mich in GlĂźckseligkeit und gab gute Nachricht: âGlĂźckseligkeit ist dein, o Muhammad, und alles Gute ist mit dir und deiner Gemeinde bis zum Tage des Gerichts.â
Da nahm AzrââĂŽl (as) den heiligen Propheten (s) beiseite und sagte: âO Geliebter Allâhs, vergib mir, ich hatte nicht gewuĂt, daĂ du es warst, bis JibrĂŽl es mir erzählte. ... Bitte vergib mir.â
Dann fuhr Muhammad fort: âO mein Bruder AzrââĂŽl, ist dies dein Platz im vierten Himmel?â
AzrââĂŽl antwortete: âJa. Seit meiner Erschaffung bis zum Tage des Gerichts war und werde ich immer hier sein.â
Und AzrââĂŽl berichtet dem Propheten alles Ăźber den Tod und das Grab und den Baum des Lebens.
Fortsetzung in der nächsten Folge ⌠[Lichtblick Weekly, Nr. 76]
WAS DER TODESENGEL DEM PROPHETEN ERZĂHLTE
Der heilige Prophet Muhammad fragte den Todesengel AzrââĂŽl, den er im vierten Himmel traf, wie er den Menschen den Tod bringe, wo er doch die ganze Zeit hindurch an einem und demselben Platz im Himmel sitzen wĂźrde.
AzrââĂŽl (as) antwortete: âWahrlich bei Allâh dem Allmächtigen, Er hat meine Arbeit leicht gemacht und hat mir Engel gegeben, fĂźnftausend an der Zahl. Ich habe sie auf der Erde zu besonderen Arbeiten eingeteilt. Wenn die Todeszeit eines Menschen gekommen ist, ist sein Unterhalt beendet, und seine Lebenszeit ist erloschen. Dann sende ich vierzig Engel zu dieser Person, daĂ sie ihm die Seele herausziehen und sein Leben wegnehmen. Sie beginnen damit, daĂ sie ihm das Leben aus den Adern, dem Fleisch und dem Blut nehmen. Sie beginnen an den Nägeln der Zehen damit, bis sie die Knie erreichen. Wenn sie die Knie erreichen, beginnt die sterbende Person, totes Fleisch zu riechen. Und wenn sie von den Knien aufwärts den Bauchnabel erreichen, dann spĂźrt die sterbende Person den Geruch des Verhängnisses. Erreichen sie schlieĂlich die Spitze des Kopfes, beginnt hier der Sterbende, sich zu ängstigen. Unter den vierzig Engeln sind zwei, einer ist der Engel der Barmherzigkeit, und er ist strahlend wie die Sonne und hat LeichentĂźcher aus dem Paradies und Waffen aus Licht in Händen. Während der andere der Racheengel des Zorns ist. Er ist mit Teer ausgerĂźstet, HĂźllen von Dunkelheit, und in Händen hält er Waffen aus Feuer.
Diese Engel warten auf ein Signal von mir, und wenn die Zeit gekommen ist, schicke ich ihnen ein Signal innerhalb eines Augenblicks. Wenn der Sterbende ein Gläubiger war, sende ich ihm den Engel der Barmherzigkeit. Er wird zu ihm freundlich kommen, Grabdecken und Umhänge aus dem Paradies bereithalten, er wird weich und empfindsam mit Waffen aus Licht ihm die Seele entnehmen und sie ins Paradies bringen. Er wird sie zum Fluà al-Kauthar bringen und sie kurz darin abspßlen, und der Seele des Gläubigen werden wie versprochen die Freuden des Paradieses gezeigt werden.
Wenn der Sterbende aber einer ist, der rebellisch gegen seinen Herrn war und ohne zu bereuen stirbt, dann schicke ich ihm den Engel des Zorns, daĂ er ihm die Seele nehme. Dieser Engel wird ihm mit Macht und unter schrecklicher Pein die Seele herausreiĂen und Waffen aus Feuer dazu benutzen. Wenn er sie herausgezogen hat, schleppt er sie zu einem Platz, der SijjĂŽn heiĂt, welches ein Gefängnis in einer dunklen schwarzen WĂźste auf der siebten und untersten Erde ist. Hier werden die Ungläubigen und die schlechten Leute gefangengehalten bis zum Tag des Gerichts.â
(In einem anderen Bericht wird gesagt, daĂ, sobald die Seele des Menschen von den Engeln herausgezogen wird, AzrââĂŽl sie mit den Händen ergreift, und wenn es die Seele eines Gläubigen ist, er sie mit der rechten Hand fängt und an einen glĂźckseligen Ort namens IlliyĂťn setzt, wo des Gläubigen Seele ausruht bis zum Tage des Gerichts, wohingegen, wenn eine Person ein Ungehorsamer oder ein Ungläubiger war, er dessen Seele mit der linken Hand fängt und sie an einen Ort, genannt SijjĂŽn, trägt.)
Muhammad (s) fragte: âWoher weiĂt du, ob jemandes Zeit gekommen ist oder nicht?â
AzrââĂŽl (as) antwortete: âDort ist der Baum des Lebens. Wie du sehen kannst, ist er mit Myriaden von kleinen Blättern bedeckt, die kleiner sind als die Blätter eines Olivbaumes und viel zahlreicher. Immer wenn ein Mensch auf Erden geboren wird, entsprieĂt dem Baum ein neues Blatt, auf dem der Name der Person geschrieben steht. Durch diesen Baum weiĂ ich, wer geboren wurde und wer sterben soll. Wenn eine Person im Begriff ist zu sterben, beginnt sein Blatt zu verwelken und zu vertrocken, und fällt vom Baum auf eine Tafel. Dann wird der Name der Person von der GĂśttlichen bewahrten Tafel ausgelĂśscht. Dieses Ereignis geschieht vierzig Tage vor dem tatsächlichen Tod der Person auf der Erde. Wir werden vierzig Tage im voraus Ăźber seinen oder ihren bevorstehenden Tod unterrichtet. Diese Person selbst weiĂ es vielleicht nicht und wird ihr Leben voller Hoffnungen und Pläne fortsetzen, aber wir hier in den Himmeln, wir wissen von seinem herannahenden Tod, weil wir die Nachricht haben. Allâh der Allmächtige hat gesagt: Eure Nahrung wurde in den Himmeln aufgeschrieben, wie euch versprochen. In dem Moment, da wir sehen, daĂ das Blatt verdĂśrrt und verwelkt, mischen wir es der Nahrung dieser Person bei. Vierzig Tage vor seinem Tod beginnt er, sein Blatt vom Lebensbaum zu verzehren, ohne es zu wissen. Nu]]>