Dancing you will understand the world
ARD stellt fragwĂŒrdige Behauptung der US-Regierung in der Giftgassache als Tatsache dar und wirft dem PrĂ€sidenten in der Frage der Bewaffnung syrischer âOppositionellerâ eine zögerliche Haltung vor.
DIE KRIEGSTREIBER IM WORTLAUT
Einmal mehr beteiligen sich die Ăffentlich Rechtlichen an der Kriegstreiberei. So beginnt das letzte Nachtmagazin mit den Worten:
(Gabi Bauer:) âDie neueste Entwicklung dieser Nacht: Die US-Regierung ist jetzt auch ĂŒberzeugt: Syrien hat Giftgas im BĂŒrgerkrieg eingesetzt.â Und weiter heiĂt es: ââNach intensiven Untersuchungen geht unser Geheimdienst davon ausâ, sagte der Sicherheitsberater des WeiĂen Hauses vor einer guten Stunde, âdaĂ das Assad-Regime unter anderem das Nervengas Sarin und andere Kampfstoffe eingesetzt hatâ.â
âUnd nunâ, so Gabi Bauer, âerinnern wir uns an die rote Linie, die PrĂ€sident Obama gezogen hat. Stefan Niemann in Washington, die ist damit ĂŒberschritten, oder?â
Stefan Niemann: âJa, sie ist offenbar ĂŒberschritten, der US-PrĂ€sident redet ja seit knapp zehn Monaten von dieser roten Linie, und jetzt liegen offenbar belastbare Beweise der US-Geheimdienste vor, daĂ das Assad-Regime das Giftgas Sarin eingesetzt hat im BĂŒrgerkrieg, damit ist der Punkt erreicht, und nun wartet ganz Washington und die ganze Welt darauf, wie sie nun aussehen sollen, die Konsequenzen, mit denen Obama ja genau fĂŒr diesen Fall gedroht hatte.â
Gabi Bauer: âGibt es schon irgendwelche Hinweise?â
Stefan Niemann: âJa, es wird spekuliert, daĂ Obama seine zögerliche Haltung aufgibt und vielleicht doch die syrische Opposition bewaffnet âŠâ
ZUR GRAMMATIK DER ARD-KRIEGSTREIBEREI
Ich sage: Wer Obama mit Blick auf die Bewaffnung von syrischen Terroristen, im ARD-Jargon verharmlosend âOppositionâ geheiĂen, âzögerliches Verhaltenâ vorwirft, wie Stefan Niemann es tut, ist ein Kriegstreiber.
Und wer aus einer Vermutung (oder einer glatten LĂŒge) eine Tatsache macht und einen zu erwartenden konjunktivischen Nebensatz der indirekten Rede durch den indikativen Hauptsatz ersetzt â âSyrien hat Giftgas im BĂŒrgerkrieg eingesetztâ -, wie Gabi Bauer es tut, arbeitet den Kriegstreibern zu.
Und worauf die ganze Welt wartet, ist nicht, was der PrĂ€sident jetzt tut, sondern zunĂ€chst einmal, was sich ergibt, wenn man ĂŒberprĂŒft, ob das, was die US-Geheimdienste behaupten, ĂŒberhaupt wahr ist. â Was sagen die anderen denn?
WO BLEIBT DER HINWEIS DARAUF, DASSÂ OBAMA IN DER SACHE BEREITS ZUM LĂGNERÂ ERKLĂRTWURDE?
VerschÀrft wird der Eindruck öffentlich-rechtlicher Kriegstreiberei durch die ARD zusÀtzlich dadurch, daà die öffentlich vorgebrachten Zweifel an der Wahrheit jener angeblichen Erkenntnisse (oder der ihnen zurgundeliegenden Wahrhaftigkeit) mit keinem Wort erwÀhnt werden.
Mit keinem Wort wird erwĂ€hnt, daĂ Alexej Puschkowin, Vorsitzender des AuswĂ€rtigen Ausschusses der Staatsduma, den US-PrĂ€sident Obama scharf angreift und der LĂŒge bezichtigt. Es sei nicht wahr, daĂ der syrische Diktator Assad Chemiewaffen eingesetzt habe. Die Informationen seien gefĂ€lscht wie einst die Berichte ĂŒber Massenvernichtungswaffen im Irak.
GEHEIMDIENSTBERICHTEÂ âEINE FĂLSCHUNGâ
Ăber Twitter verkĂŒndete Puschkow, die US-Berichte ĂŒber einen Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Armee seien eine FĂ€lschung. Die Informationen seien âan derselben Stelle fabriziertâ worden wie die âLĂŒgeâ ĂŒber Massenvernichtungswaffen des irakischen Ex-Diktators Saddam Hussein, schrieb Puschkow. US-PrĂ€sident Barack Obama beschreite damit den gleichen Weg wie sein VorgĂ€nger George W. Bush vor dem Irak-Krieg. Bush hatte die angeblichen Massenvernichtungswaffen als Grund fĂŒr die Invasion des Irak 2003 genannt, die Waffen wurden allerdings nie gefunden. (vgl. http://www.spiegel.de/politik/ausland/giftgas-in-syrien-puschkow-wirft-obama-luege-vor-a-905698.html)
MEIN VORSCHLAG: SPERRTÂ DENÂ ĂFFENTLICHÂ RECHTLICHEN LĂGNERNÂ DAS GELD!
Immer wieder fallen die Ăffentlich-Rechtlichen unangenehm durch Falschberichte oder tendentiöse IrrefĂŒhrungen der BĂŒrger auf. In dieser Stetigkeit kann so etwas nicht par malheur geschehen, vielmehr muĂ eine Absicht der IrrefĂŒhrung, anders gesagt, kriminelle Energie dahinterstehen. Es ist nun wirklich an der Zeit â eine Frage der Ehre -, solchen Kriminellen keinen Pfennig mehr zu geben, zumal sie sich neuerdings ja durch eine verfassungswidrige GebĂŒhrenerhebung, das ist unredlich, bereichern wollen.
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