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04/06/2026

Sechzig Jahre Israel - Warum wir nicht feiern


Sechzig Jahre Israel - Warum wir nicht feiern
Vor sechzig Jahren wurde der Staat Israel gegrĂŒndet. Waren es zionistische MenschenverĂ€chter, Rassisten und Mörderbanden, die mit der Auslöschung oder Vertreibung der ursprĂŒnglichen Einwohner PalĂ€stinas, mit Mord, Totschlag und Terrorismus die Grundlage des Unrechtsstaates Israel gelegt hatten, so kann dieses Datum sechzig Jahre danach fĂŒr alle diejenigen menschlichen Wesen auf diesem Planeten, die noch einen Funken EhrgefĂŒhl und einen Sinn fĂŒr Gerechtigkeit in sich tragen, wirklich kein Grund zum Feiern sein.
ISRAEL VERLEUGNET IMMER NOCH DIE NAKBA
Es ist nachgerade peinlich, wenn Außenministerin Livni und der stellvertretende israelische UN-Botschafter Danny Carmon die UN und die PalĂ€stinenser ermahnen, doch bitte das Wort “Nakba” nicht benutzen.
Die Außenministerin: “Mit der (kĂŒnftigen) Errichtung eines palĂ€stinensischen Staates wĂŒrden wir gerne ein Ende des Konflikts erleben. Die PalĂ€stinenser werden ihre UnabhĂ€ngigkeit feiern können, wenn sie noch am selben Tag das Wort “Nakba” aus ihrem Lexikon streichen.”
Der stellvertretende UN Botschafter:
“Die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen verlangt eine ErklĂ€rung, nachdem eine offizielle Botschaft aus dem BĂŒro des UN-GeneralsekretĂ€rs Ban Ki-Moon explizit das Wort ‘nakba’ nannte.
(
) Danny Carmon, der stellvertretende israelische Botschafter bei der UN, erklĂ€rte gegenĂŒber dem Israel Radio, der Ausdruck ‘Nakba sei ein Instrument arabischer Propaganda. Er wĂŒrde dazu verwendet, die LegitimitĂ€t der Errichtung Israels zu untergraben, und darf nicht Teil des UN-Lexikons sein.”
Henry Edward J. vom Politblog schreibt dazu:
»Wann immer irgendjemand einen Massenmord leugnet oder versucht kleinzureden, wird er auf der Stelle faktisch widerlegt, verklagt oder eingesperrt. Wenn der iranische PrĂ€sident Ahmadinedschad antizionistische jĂŒdische Menschenund andere mehr oder minder glaubwĂŒrdige “Historiker” einlĂ€dt, um den Massenmord der Nazis und dessen politische Folgen fĂŒr den Nahen Osten zu debattieren, ist die Hölle los und kennt das entrĂŒstet sein kein Ende. Ob zu Recht oder nicht, sei mal dahingestellt.
Wenn aber israelische Offizielle wie Außenministerin Livni oder der stellvertretende israelische UN-Botschafter Danny Carmon herumlaufen, und die UN und die PalĂ€stinenser anpöbeln, diese sollen doch bitte das Wort “Nakba” nicht benutzen, dann hört man davon wenig. Philip Weiss hĂ€lt mal wieder die Fahne des integren Journalismus hoch und fragt sich ebenfalls:
“Schließt bitte die Augen und stellt euch nur fĂŒr einen Moment vor wie ich mich fĂŒhlen wĂŒrde, wenn ihr mir sagen wĂŒrdet, ich solle das Wort ‘Progrom’ nicht mehr verwenden, um das zu beschreiben, was meinen Vorfahren in Russland widerfahren ist.”«
Ja, man stelle sich vor, wir wĂŒrden den Juden nahelegen, das Wort “Shoa” aus ihrem Vokabular zu tilgen. Dabei hat es sie gegeben, die Große Katastrophe.
DIE GROSSE KATASTROPHE (NAKBA)
Es gab viele Vertreibungen in der Menschheitsgeschichte 
 hier eine ĂŒber die man fast nichts hört. Ein Ereignis das nie stattfand 
 obwohl es tatsĂ€chlich passierte.
Zwischen Dezember 1947 und Dezember 1950, wurden ĂŒber 530 palĂ€stinensische Dörfer und StĂ€dte mit Planierraupen und Sprengstoff zerstört und dem Erdboden gleich gemacht. Die HĂ€lfte der PalĂ€stinenser erlebten eine ethnische SĂ€uberung durch im Untergrund operierende zionistische Kampfgruppen, sogar bevor Israel sich einseitig als Staat ausrief.
Die marodierenden Vandalen des Zionismus ermordeten unschuldige Menschen, zerstörten Tausende HÀuser, planierten Hunderte Dörfer und vertrieben einen Grossteil der PalÀstinenser von ihrem angestammten Heimatland. Die PalÀstinenser nennen diese Vertreibung die Nakba, oder die grosse Katastrophe.
PalÀstinenser auf der Flucht 1948:
Die PalĂ€stinenser sind die grösste Gruppe an FlĂŒchtlingen auf der Welt. Sieben Millionen der 10 Millionen PalĂ€stinenser sind Vertriebene oder Heimatlose. Sie werden daran gehindert in ihre Dörfer und StĂ€dte zurĂŒckzukehren, obwohl das internationale Recht und viele UNO-Resolutionen dies verlangen.
Das israelische Parlament Knesset verabschiedete eine Reihe von Gesetzen, welche völlig gegen internationales Recht verstossen, um sicherzustellen, dass keine der palĂ€stinensischen FlĂŒchtlinge es erlaubt sei wieder zurĂŒckzukehren und dass ihr Land von Israelis konfisziert werden kann. Die SĂ€uberung von 75 bis 80 Prozent der nichtjĂŒdischen Bevölkerung aus dem Gebiet welches dann spĂ€ter Israel wurde, war damit festgeschrieben.
Aber das reichte nicht aus um die zionistischen PlĂ€ne eines jĂŒdischen Staates zu erfĂŒllen. Die Grenzen werden seitdem bis zum heutigen Tag systematisch immer erweitert, weiteres palĂ€stinensisches Land wird einverleibt, die palĂ€stinensischen Einwohner vertrieben und ihr Eigentum beschlagnahmt. Siehe dazu Wie der Landraub in PalĂ€stina funktioniert.
Der GrĂŒnder Israels und erster Premierminister David Ben-Gurion sagte: “Es muss klar sein, es gibt keinen Platz in diesem Land fĂŒr beide Völker. Wenn die Araber verschwinden, dann wird das Land offen und gross genug fĂŒr uns sein. Die einzige Lösung ist ein Land fĂŒr Israel, wenigstens der westliche Teil von Israel, komplett ohne Araber. Es gibt keinen Platz fĂŒr Kompromisse. Es gibt nur eine Lösung, alle Araber in die NachbarlĂ€nder zu verfrachten, alle mĂŒssen weg, ausser einige in Bethlehem, Nazareth und dem alten Jerusalem. Nicht ein einziges Dorf darf stehen bleiben, nicht eine Gemeinde. Der Transfer muss direkt in den Irak, nach Syrien oder sogar nach Transjordanien erfolgen. FĂŒr dieses Ziel mĂŒssen wir genĂŒgend Mittel finden. Und nur nach dieser Entfernung wird das Land in der Lage sein die vielen Millionen unserer BrĂŒder aufzunehmen und das jĂŒdische Problem wird es nicht mehr geben. Es gibt keine andere Lösung.“
 
 
Siehe weiter: Schallund Rauch
und: Politblog)
und: 1948
und: Nichts Neues in Nahost
und: Steinberg Recherche
und: Zeit Online
und: Albert Einstein gegen zionistischen Terror
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